Der Pyrenäen Fernwanderweg GR 11

Vom Atlantik zum Mittelmeer auf der "Via Transpirenaica"

Wer auf dem GR11 unterwegs ist, hat meist einen ordentlichen Rucksack dabei.
Wer auf dem GR11 unterwegs ist, hat meist einen ordentlichen Rucksack dabei.

Allgemeine Hinweise und Informationen

Die Pyrenäen Trekkingtour - GR 11, ist bedeutend einsamer und hat etwas längeren Tagesetappen. Etwa 830 km und mit 47.000 Hm. ist er fast indentisch mit seinem französischen Bruder.

Die Route ist seit 2015 nun auch durchgängig bezeichnet, seine Wege aber recht unterschiedlich, was die wandertechnischen Schwierigkeiten angehen.

Auch gibt es weniger bewirtete Berghütten und im Sommer kann unterwegs das Trinkwasser auch mal knapp werden.

Der Zeitbedarf komplett vom Atlantik über Andorra zum Mittelmeer ist mit

6 -7 Wochen etwa gleich der französischen Route.

 

Beide Routen haben ihre besondere Reize. Wer es sich einrichten kann, läuft den GR 10 vom Mittelmeer zum Atlantik und auf dem GR 11 wieder zurück vom Atlantik zum Mittelmeer. 3 Monate auf Tour - welch ein Glück !

 

Beste Jahreszeit:

Die GR 11 Route geht bereits im Frühjahr und weit in den Oktober rein zum Wandern. Allerdings sollte man unbedingt den Juli und August meiden, viel zu heiß und zu wenig Trinkwasser unterwegs.

 

Ein Problem werden bestimmt die übervollen Berghütten im Hochsommer sein, unbedingt ein Leichttrekking Zelt mitnehmen. In den Pyrenäen ist das freie Zelten fast überall für eine Nacht erlaubt. In den Nationalparks sind die Zeltplätze fest ausgewiesen, darüber hinaus ist das freie Zelten unter recht hohen Geldstrafen strikt verboten.

 

Großartiges Panorama an der Südseite des Pyrenäen Hauptkammes.
Großartiges Panorama an der Südseite des Pyrenäen Hauptkammes.

Weitere Informationen und Hinweise

Bedingt durch die Grenzlage zwischen Spanien und Frankreich, dazu dazwischen Andorra, nicht zu vergessen die Regionen Baskenland und Katalonien, ergibt sich eine Sprachenvielfalt der besonderen Art. Drei, vier verschiedene Namen für den gleichen Berggipfel ist keine Seltenheit. Auch auf den Wanderkarten sind oft verschiedene Namen und auch Höhenangaben verzeichnet. Wegweiser sind hier oftmals nicht wirklich hilfreich. Dazu des Öfteren noch verschiedene Varianten der Route mit den gleichen gemalten Wegmarkierungen. Alles dies kann dazu beitragen, größere Verlaufer zu haben. Und die Qualität der spanischen Wanderkarten tragen nicht dazu bei, es leichter zu haben.

 

Lebensmittel Einkäufe sind meist alle drei, vier Tage möglich. So muss nicht unbedingt Essen für mehr als fünf Tage mitgetragen werden. In den bewirteten Refuge - Hütten gibt es nicht immer allzu viel zu kaufen. In meinen einzelnen Etappen Beschreibungen weise ich darauf immer hin.

 

Sportliche Fitness ist wünschenswert. Etappenlängen von durchschnittlich 6-7 Stunden sind normal. Meine Zeitangaben sind großzügig gemessen, viele dürften schneller am Etappenziel sein.

Im Frühjahr, Frühsommer können vereiste Restschnee Abschnitte das Weiterkommen beträchtlich erschweren, hier helfen Universal Steigeisen oder zumindest gute Grödeln einem sicher weiter.

 

Viele lohnende Gipfelziele liegen an dieser Route. Die großartigsten werden hier von mir beschrieben. Dazu oft auch einen Verweis, auf Unterseiten meiner Webseite.

Meist habe ich die einzelnen Etappen von Hütte zu Hütte aufgezeichnet, auch mal von einem Zeltplatz aus, dazwischen gibt es auch noch Unterkünfte - meist Selbstversorger Hütten. Eigentlich kann sich so jeder seinen Tagesabschnitt zusammen stellen.

 

Auch das kann einem begegnen - frei umherlaufende Esel in den spanischen Pyrenäen.
Auch das kann einem begegnen - frei umherlaufende Esel in den spanischen Pyrenäen.